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Triskel-Hof
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Unsere Tiere

Hühner (Das Kumper Landhuhn)

Steckbrief:
- robustes deutsches (Frei-) Landhuhn;
- rosenkämmiges Sprenkelhuhn auf Totleger-Basis;
- Gefieder silberweiß, creme, goldgelb, rotbraun oder anthrazitgrau; immer gesprenkelt;
- weiße bis cremefarbene Eier;
- dunkle Iris der Augen;
- weiße bis bläuliche Ohrscheiben;
- blaugraue Läufe.


HühnerDa wir in Westfalen-Lippe wohnen, hielten wir die Westfälischen Totleger für die ideale Hühnerrasse, damit wir uns mit Hühnereiern selbst versorgen konnten.
Wir kauften zunächst goldene Totleger (5 Hennen und 2 Hähne) von einem hiesigen Züchter, später kamen noch 2 silberne Hennen von einem Bekannten dazu.
Die Hühner wurden in einem alten Boxenstall auf Stroh gehalten, hatten ganzjährig (bei jedem Wetter) ab mittags freien Auslauf auf Hof, Mist und den angrenzenden Ziegen- und Pferdeweiden und erhielten als Futter ein Gemisch aus Weizen, Gerste und Hafer (1:1:1) sowie Muschelschrot.

HahnNach kurzer Zeit stellten sich folgende Probleme ein:
1) Die Hühner machten ihrem Namen keine Ehre: selbst für einen 2-Personen-Haushalt mußten wir gelegentlich Eier zukaufen.
2) Die Hühner waren eine Art "Essen-auf-Rädern" für die Raubtiere (Fuchs, Marder) und Greifvögel (Bussard, Habicht, Milan) in Feld und Flur.
3) Die Hühner brüteten nie.
Fazit: Die Rasse hatte den Praxis-Test nicht bestanden.

Schließlich kauften wir einige Hühner anderer Rassen hinzu:
- 2 Rhode-Island-Hühner (Zuchthennen);
- 2 schwarze Hybridhennen;
- 2 Sussex-Hennen.

Die Rhodeländer kamen mit dem Futterangebot nicht zurecht. Sie legten wenig. Eine Henne wurde immerhin 3 Jahre alt.
Die Hybriden legten ein Jahr fleißig Eier und fielen danach tot um.
Die Sussex erwiesen sich als am stabilsten und langlebigsten, zudem waren sie ruhig und zutraulich. Zwar fiel auch eine Henne dem Fuchs zum Opfer, eine andere Henne aber wurde 5 Jahre alt und legte immer brav Eier, wenn die anderen gerade in der Mauser- oder Winterpause waren.

Seit 2000 betreiben wir folgende "Zuchtauswahl" oder Selektion bei den Hühnern:
1) Wir wählen die Hähne immer danach aus, daß sie dem Totleger-Typ möglichst genau entsprechen.
2) Wenn mehrere gleichwertige Hähne zur Verfügung stehen, bleibt der Hahn, der sich gegen seine Konkurrenten durchsetzt.
3) Bei den Hennen erfolgt die Auswahl über die Legeleistung: Wenn die Hühner im Frühjahr wieder verstärkt zu legen beginnen, sammeln wir die Eier von 2-3 bis max. 7 Tagen und brüten sie alle (künstlich) aus. Die Schlupfleistung liegt etwa bei 2/3 der Bruteier. Alle Küken werden großgezogen, bis sie mit den Alttieren mitlaufen können.
4) Nach wie vor unterliegen die Hühner tagsüber der Bejagung durch Raubtiere/Greifvögel. Da die Hähne aber vom Althahn von kleinauf lernen, die Hennen zu schützen (zu warnen) und nicht vom Hof wegzuführen, sind die Verluste in den letzten Jahren erheblich geringer geworden.

Unsere Totleger-Mischlinge sind nun so, wie wir uns unsere Hühner zu anfangs vorgestellt haben:
- genügsam, langlebig und robust; wetterfest;
- selbständig;
- legefreudig;
- zutraulich und hoftreu;
- die Hähne sind nicht aggressiv.
Und es gefällt uns, daß es eine kunterbunte Schar ist!
                                                            Annelie Reißner

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Hund
e
Hof und Vieh werden von unseren Spitzen bewacht.

Brubaker
Wolfsspitz Brubaker 20. Mai 2004 - 28. Februar 2017

Brubaker hat eine kleine Verstärkung bekommen:

Muir
Mittelspitz Muir *13. Januar 2014

Das Wachpersonal wurde um Irwin ergänzt …


Wolfsspitz Irwin * 9. Juni 2015

Die Spitze gelten als die ältesten Haushunde Europas. Sie gehen offenbar auf den
steinzeitlichen Torfhund "Canis familaris palustris Rüthimeier" zurück (GEH, 2014).
In Westfalen waren sie beliebte Hofhunde, die Haus und Hof bewachten. Nachts wurden sie
mit dem Vieh auf der Deele/Tenne eingesperrt, von der aus Zugang zu den Ställen und zur
Küche bestand. Ihre Wachsamkeit wirkte wie eine "biologische Alarmanlage", ihr robustes
und selbständiges Gemüt erlaubte, ihnen diese Aufgabe anzuvertrauen, ohne daß der Mensch
ständig anwesend sein mußte, und ihr dichtes Fell mit Langhaar und Unterwolle machte sie
unempfindlich gegen Kälte und Nässe.
Heute sind sie aus der Mode gekommen und vom Aussterben bedroht.

 

Kaninchen
Seit August 2017 leben wieder Kaninchen auf unserem Hof: die beiden Riesenscheck-Häsinnen Stracciatella und Satanella. Sie sollen vor allem in der Pflege der verwaisten Ziegenlämmer für das seelische Wohlbefinden der Kleinen sorgen.

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Katzen
Katzen sind Vertraute. Sie sind Wächter.
Die Katzen haben sich dem Menschen erst angeschlossen, nachdem er seßhaft wurde. Sie lieben Getreidespeicher mit Mäusen und trockene, warme Plätzchen. Sie sind der Inbegriff der Seßhaftigkeit und die Wächter des Hauses.
Beachte: Sie haben sich dem Menschen angeschlossen! Sie wurden nicht gezähmt!
Ein Hund hat Frauchen und Herrchen, eine Katze hat Personal.
"Katzen sind gut: halb hier, halb dort!"


Dreizehn
* Herbst 1994 - 18.11.2007
 
Engelchen
* 1996 - 9.3.2007
   
         

Antonella (Nelli)
* Herbst 1999 - 15.3.2015

  Puppa
Cleopatra (Puppa)
* Herbst 1999 - 15.6.2018
Nun ist Püppi wieder bei ihrer großen Schwester Nelli.
  LucyMunin
Lucy und Munin im März 2012
       

Lucy
* 6.5.2000 - 12.8.2012
Nun ist unsere kleine Lucy ganz hinübergegangen zu ihrer Mutter Dreizehn.
 
Munin
* Mai 2007 - 31.1.2013
Und Munin ist seiner Freundin gefolgt.
 
Raya
Raya (Hümi)
* Mai 2012 – 30.3.2016
Hümi und Hugin wieder vereint …
  Hugin
Hugin
* Juni 2012 -16.6.2015
  Undine
Undine
* ca 2010
 

Jule
* Mai 2013

Tom Bombadil
* vor 2015

Hermelin
ca. 2016
 
Bastet
Bastet
* 29.4.2018
 
Lilith
Lilith
* 29.4.2018
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Pferde

Welsh Mountain Ponies

N`SkerryUnser Hengst N'Skerry (*09.06.2002)




N`SkerrySkerry hat eine kleine Freundin dazubekommen:
Oehmer's Ida (Lille Ida) (*20.04.2009).
          Ida und Skerry am 7. Juni 2014

Unser erstes Fohlen ist da! Triskel N'Iskander (* 9. Juni 2015)
     
 
Ida und Iskander am 9. Juni 2015
 
Iskander mit drei Tagen.
 
lala
Iskander hat einen Kumpel dazubekommen: Hengstabsetzer Latroptals Braveheart (*29.04.2015)
     
lalu   lalu
Braveheart und Iskander Februar 2016
 
Braveheart und Iskander Mai 2018
     
lalu   lalu

Latroptals Braveheart
geb. 29.4.2015, Wallach, Westfälisches Zuchtpapier
Abstammung (PDF)

 

Triskel N'Iskander
geb. 9.6.2015, Hengst, Walisisches Zuchtpapier
Abstammung (PDF)

 
lalu
Seit Ostern ergänzt Sainteilo Pearl
(*21.09.2013) unsere kleine Herde.

Fohlen 2017

     
Triskel N Inschallah   Triskel N Inschallah
Triskel N'Inschallah (* 29. April 2017)
 
von N'Skerry aus der Oehmer's Ida
 
lalu
Triskel N'Inschallah
geb. 29.4.2017, Hengst, Walisisches Zuchtpapier
Ab April 2018 zu verkaufen!
Abstammung (PDF)
     
Triskel N Inschallah  
Triskel N Inschallah
Triskel N'Pendragon (* 30. April 2017)
 
von N'Skerry aus der Sainteilo Pearl

Triskel N Inschallah

 

 


IsobellaAcle Pearl (16.1.1996 – 20.4.2016) – Mein Pferd.
Pearl wurde in den Marschweiden von Norfolk, Norwich, Acle geboren. Dort kauften wir sie im Oktober 1996 bei Bryan Banham, als wir zu unserem Schottlandurlaub auf der Insel waren. Nur ein paar Tage später brachte ein Spediteur sie nach Dortmund-Salingen, wo wir in einem Pensionsstall einen Platz für sie gefunden hatten. Sehr schnell entwuchs sie den dort vorhandenen Boxen, bis sie schließlich die "Fohlen-Stuten-Box" bekam, die ursprünglich für Belegstuten mit Fohlen bei Fuß gedacht gewesen war. Da sie in dieser Box keinen Kontakt zu anderen Pferden hatte, kauften wir eine "Beistell"-Ziege dazu, eine Thüringer Waldziege, die wir Fränzchen nannten. Aber auch diese Box wurde dem Shire Horse bald nicht mehr gerecht – Pearl stieß fast mit der Kruppe an die Decke. Und auch die Versorgung mit genügend Rauhfutter, geeignetem Kraftfutter und ganzjährigem Weidegang gestaltete sich in dem Pensionsstall schwierig. So beschlossen wir, aufs Land zu ziehen, und hielten Ausschau nach einem geeigneten Gehöft. Es war uns aber klar, daß Pearl nicht würde allein stehen können. Daher suchten wir noch ein Beistellpferd, idealerweise ein Shire Horse, eine alte Stute, die als "Gouvernante" dienen konnte. Geradezu perfekt war die schöne Bella. Hühner Da Bella ebenfalls allein draußen in einem Weidestall stand, bekam sie noch eine Beistellziege, die Thüringer Waldziege Sonja, dazu. Zum Glück ergab sich dann die Möglichkeit, ein Gehöft in Hamm-Kump zu mieten, in dem alle unsere Tiere Platz fanden. Leider vermehrten sich in der Folgezeit ausschließlich die Ziegen, während die beiden Shire Horses eisern blieben. Selbst der kleine Hengst Skerry konnte das nicht ändern.
Zu Nikolaus 2013 kauften wir endlich unseren eigenen Hof in Brakel-Frohnhausen, diesmal eher für die Ziegen als für die Pferde. Aber natürlich mußte auch diesmal ein Gebäude groß genug sein, daß ein Shire Horse "aufrecht" darin stehen konnte.
Pearlis Gesundheit war schon in Hamm angeschlagen gewesen, sie war allergisch gegen Heustaub, Weizen, Mais und Hafer, im Sommer vertrug sie kein Stroh, sondern mußte auf Leinstroh stehen, das Heu mußte von April bis September naß gemacht werden. Eine Zahn-OP hatte sie nur so gerade eben überlebt. Im frischen "Bergklima" von Frohnhausen verringerten sich ihre Lungenprobleme, aber jeder Sommer stellte eine Gratwanderung dar. Auch in diesem Frühjahr begannen die Probleme wieder, als die Temperaturen anstiegen. Daher überraschte es uns sehr, daß sie plötzlich eher orthopädische Probleme bekam und zunehmend schlechter lief und immer stärker schwankte. Sie verbrachte noch zwei Tage auf der großen Sommerweide, doch als sie dann abends den Weg zurück in den Stall nur noch so gerade eben schaffte und im Stall erschöpft zusammenbrach, wußten wir, daß es an der Zeit war, sie zu Bella gehen zu lassen. Wir ließen sie am 20.4.2016 einschläfern. Der Befund des Tierarztes lautete "hochgradige neurologische Erkrankung mit einseitiger Nachhandparese".

Acle Pearl



IsobellaRotherleigh Isobella (22.5.1981 – 26.3.2008) - klein, aber fein!
Unsere Shire Horse Stute Rotherleigh Isobella, die wir kurz „Bella“ nannten, war ein sehr kleines Shire: 163 cm Stockmaß, erfüllte damit gerade eben das im Rassestandard geforderte Mindeststockmaß für Zuchtstuten des Stutbuches.
Sie war dunkelbraun mit (fast) vier weißen Füßen: ein Huf war dunkel pigmentiert und das Bein fast vollständig braun, aber ein kleiner weißer Fleck über dem Huf erlaubte es, von vier weißen Füßen zu sprechen (was uns aber niemals wichtig war). Shires sollten keine weißen Abzeichen am Rumpf haben, doch Bella hatte einen weißen Fleck an der rechten Bauchseite. Ein englischer Shire-Züchter und Richter, dazu befragt, meinte mit einem Schmunzeln, dieser „Fehler“ sei ein Zeichen für Qualität.
Wie man ja auch (in Deutschland) sagt, daß man die Finger lassen soll von Pferden, die vier weiße Beine haben, weil es ein Zeichen für Fundamentsschwäche sei …
Bella hat in ihrem langen, fast 27 Jahre währenden Leben viel erlebt, viele Stationen durchgemacht. Sie ist ein Importpferd, geboren im Mutterland der Shires, in England.
Geboren wurde sie bei ihrem Züchter Mr. Pickering in Doncaster, der übrigens 1987 verstarb. Als Absetzer wurde sie an die Duchess of Devonshire nach Blakewell, Derbyshire verkauft. Dort bekam sie, offenbar erst 1986, ihr erstes Fohlen Chatsworth Ivy, eine braune Stute. Dennoch wurde sie kurz darauf nach Wolverhampton verkauft. 1989 kam sie nach Deutschland, nach Lübberstedt. Ein Jahr später bekam sie dort ein weiteres Fohlen, den Rapphengst Schüttenhof Rebell. Abermals wurde sie kurz nach dem Abfohlen „zum Dank“ weiterverkauft, diesmal nach Bispingen, wo sie endlich länger bleiben durfte. Sie bekam 1992 noch ein braunes Stutfohlen, Wild Shadow Ilse, das letzte Mal, daß sie aufnahm. Dort, in der Lüneburger Heide, stand sie mit ihrer Tochter und mit ihrer Enkelin Wild Shadow Laura lange Zeit auf der Weide.
1998 wollten wir mit unserer Shire Horse Stute Pearl vom Pensionsstall in Dortmund „aufs Land“ nach Hamm ziehen und brauchten ein zweites Pferd mit ruhigem Gemüt, da Pearl nicht allein auf einer fremden Weide stehen konnte. Wir schauten uns nach einem „Beistell-Shire“ um, einer Stute, und hatten das Glück, daß Bella zum Verkauf stand. Sie war zu dem Zeitpunkt schon 17 Jahre alt, und wir gingen davon aus, daß sie bei uns noch „ein paar Jahre“ haben würde. Sie war noch vollkommen fit und gesund, so daß ich sie noch ein wenig im Gelände reiten konnte. Erst als sie 20 Jahre alt war und beim Ausritt vor Aufregung Nasenbluten bekam und auf ebener Fläche im Schritt einmal so schwer stolperte, daß sie auf die vorderen Karpalgelenke fiel, ritt ich sie nicht mehr. Von da an bekam sie ihr Gnadenbrot bei uns.
Vorletztes Jahr hatte ich Kontakt mit den Besitzern von Ilse und Laura, die ebenfalls ein Fohlen hatte. Wir überlegten einen Moment, ob wir uns zur Shire Horse Show im Herbst in Groß-Zimmern treffen sollten: vier Generationen Shire! Aber ich wollte Bella die lange Fahrt nicht mehr zumuten, und die anderen kamen auch nicht. (Ilse hat Bella schon auf den immergrünen Weiden erwartet …)
Bella war nie ernsthaft krank und bis zum letzten Tag rund und wohlgenährt. Wohl hatte sie einen Senkrücken und morgens gelegentlich ein steifes Bein, außerdem sah sie nicht so gut. Aber sie lief jeden Morgen auf die Weide und jeden Abend im Spurt zum Futtertrog in den Stall zurück. Es kam daher für uns doch überraschend, als ich sie einen Morgen nach Ostern in der Box liegend fand und sie nicht mehr aufstehen konnte. Der eilig herbeigerufene Tierarzt versuchte noch, ihren Kreislauf zu kräftigen und gab ihr Schmerzmittel und Elektrolyte. Sie schaffte es aber über den ganzen Tag nicht mehr, auf die Beine zu kommen. Daher mußten wir sie am Abend einschläfern lassen – wegen Altersschwäche, wie es im Bericht des Tierarztes hieß.

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Übersicht über unsere Ziegenrassen

Mit folgenden Ziegenrassen machten wir im Laufe der Zeit Bekanntschaft:

Die Thüringer Wald Ziege (TWZ)
Unsere erste Ziege "Fränzchen" war eine Thüringer Wald Ziege. Sie war braun, gehörnt und ausgesprochen bewegungsfreudig, clever und aufmerksam. Von der Statur her gehörte sie eher zu dem leichten, zierlichen, rehartigen Typ, dabei aber mit mittelgroßem bis großem Rahmen. Sie ist von Anfang an das Maß gewesen, an dem ich alle nachfolgenden Ziegen gemessen habe.
Für mich steht im Vordergrund die Robustziege, leichtfüßig, beweglich, lauffreudig, mit zierlichem Fundament, aber nicht zu kleinem Rahmen, dazu gehörnt, mit wachem Geist, dem Menschen zugewandt, zutraulich, auf den Namen hörend, und doch wehrhaft und selbständig. Die Muttereigenschaften müssen exzellent sein: die Lämmer werden ohne ein Zögern angenommen und optimal versorgt, dabei gut verteidigt. Das Euter soll kugelförmig mit nicht zu großen Zitzen sein. Der Abstand zwischen Zitzen und Boden muß so groß sein, daß die Ziege auch inmitten der Laktation vollkommen geländetauglich und beweglich ist. Die Ziege sollte sich leicht trockenstellen lassen. Es wird eine Doppelnutzungsziege angestrebt, bei der die Milchleistung gut, aber nicht übertrieben gut sein sollte, und die Fleischeigenschaften und die Schlachtkörper insbesondere der Böcke von guter Qualität sind. Die Böcke sollten frohwüchsig und nicht zu klein sein. Sie müssen gute Vatereigenschaften besitzen: ihren eigenen Lämmern und den Muttern gegenüber müssen sie fromm sein.
Die Ziege soll frühreif und sehr fruchtbar sein. Sie soll ohne Leistungs- oder Mastfutter auskommen und für ganzjährigen Weidegang geeignet sein.
Die weiße Zeichnung in Gesicht (Maske), an den Ohren, den Unterschenkeln und dem Spiegel ist ein Muß, leichte Färbung ins Beige erlaubt. Alle Klauen sind weiß. Die Tiere sollen mittelbraun bis schwarz sein. Hellere Tiere werden akzeptiert.

Die TWZ gilt als extrem gefährdet (Rote Liste der GEH).


Die Poitevine Ziege

Die Poitevine-Ziege stammt aus Westfrankreich. Diese Rasse stellt den letzten Zweig der Ozeanischen bzw. Zentral-Massiv-Ziegen dar. Sie ist dunkelbraun bis schwarz und hat gewöhnlich eine ähnliche Fellzeichnung wie die TWZ: eine weiße Gesichtsmaske, weiße Unterschenkel und einen weißen Spiegel. Dazu ist der Bauch weiß. Die Klauen sind jedoch immer schwarz. Die Rasse gilt in Westfrankreich als Kulturerbe, weil mit ihr ein spezieller regionaler Käse hergestellt wird (Poitou-Käse). Die Tiere und auch ihre Milch riechen würziger als TWZ, und ihre Milch enthält offenbar ein besonderes Casein (Casein S1), das sich für diesen Käse sehr eignet.
Wie so oft, stand diese regionale Rasse mehrfach vor dem Aussterben. Durch die Maul- und Klauenseuche wurde der Bestand 1920 stark dezimiert. In den 1980iger Jahren war die Population stark bedroht, weil sie von Hochleistungsrassen zunehmend verdrängt wurde (und wird). Inzwischen schützt Frankreich sein lebendes Kulturgut und exportiert keine reinrassigen Poitevine-Zuchtböcke mehr. Die deutschen Bestände sind daher von Inzucht bedroht.
Die Poitevine weicht auch in Statur und Rahmen von den deutschen Ziegen ab. Sie ist sehr hochbeinig, dabei etwas endständig, mit langen Fesselgelenken, so daß sie etwas durchtrittig wirkt und läuft wie ein Elch oder Rentier. Die Ohren sind wie bei allen französischen Rassen länger. Das Euter ist groß mit großen tütenförmigen Zitzen, die sich sehr leicht mit großen Händen melken lassen. Im Gelände und beim Trockenstellen sind sie jedoch hinderlich und anfällig gegen Schädigungen.

Amalia gite Vatereigenschaften
Gute Muttereigenschaften: fürsorgliche Mütter. Gute Vatereigenschaften: freundlicher Umgang mit dem Nachwuchs.

Die Kaschmir Ziege
Die Kaschmirziege ist eine kleinrahmige Woll- oder Haarziegenrasse mit zartem Fundament, aber gutem Fleischansatz. Sie ist sehr genügsam und robust, geländegängig, jedoch nicht so sprungfreudig wie die TWZ. Die Kaschmir-Ziegen sind weniger aggressiv als die TWZ, dafür aber umso eigensinniger.
Ihr Habitus entspricht der nicht-europäischen Ziege: Schlappohren und nach außen gedrehte Hörner wie für asiatische und afrikanische Ziegenrassen typisch. Ihr Fell zeichnet sich durch einen Mangel an Grannenhaar (Überhaar) aus, dafür ist die Unterwolle (Unterhaar) verstärkt ausgebildet und kringelt sich im Winter. Am Ende des Winters gibt die Ziege die Wolle ab, d.h., die Unterwolle läßt sich nun leicht auskämmen. Andernfalls scheuert sich die Ziege die Wolle ab, um sich ihrer zu entledigen. Im Sommer ist das Fell kurz und dünn. Die Kaschmir-Ziegen müssen jedoch nicht geschoren werden. Diese Fellbesonderheit ist genetisch fixiert und führt offenbar bei besonders reinerbigen oder inzüchtigen Tieren zu dem Gendefekt der Haarlosigkeit.
In den mütterlichen Eigenschaften stehen die Kaschmir-Ziegen zwischen den TWZ und den Poitevine, da sie kranke und schwache Lämmer, die nicht aufstehen können, nicht annehmen. Untereinander sind die Muttern sehr aggressiv, wenn sie Lämmer haben.

Die Angora-Ziege
Mit der Ziege "Amalia" (alias "Steffi") kam eine Angora-Ziege in unsere Wollziegengruppe. Angora-Ziegen sind im Rahmen größer als Kaschmirziegen und schieben mehr Wolle als diese. Sie müssen zweimal im Jahr geschoren werden. Der Wollstapel ist gewellt und in sich gedreht ("Ringellöckchen"). Vom Wesen her ist unsere Amalia sehr mitteilsam und verkündet lautstark, wenn sie unzufrieden ist. Sie hat damit die ganze Gruppe "infiziert", so daß wir manchmal im Scherz von dem "Frohnhauser Amalien-Chor" sprechen.

Unsere Ziegenstammütter
          
Fränzchen Sonja SeRena
Fränzchen (TWZ)
Sonja (TWZ)
Rena (TWZ)
Josephine Nessi Amalia
Josephine (Poitevine)
Nessi (Kaschmir)
Amalia (Angora-Saanen-Mix)
     

 

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Annelie Reißner & Jörg Sicher
(Diplom Biologen)
Bartholomästr.7
33034 Brakel-Frohnhausen
© A. Reißner 2018, Brakel